Der Tiroler Wirtschaftskammerpräsident und Wirtschaftsbundobmann Jürgen Bodenseer denkt laut über die Wiedereinführung der Todesstrafe in Österreich nach. Diese Schlagzeile ist erstaunlich und erschreckend im gleichen Maße.
Ein schwarzer Mann denkt – und noch dazu laut. Das allein ist schon extrem unwahrscheinlich. Die Tatsache, dass sich Bodenseer die Wiedereinführung der Todesstrafe in Österreich vorstellen kann, bedeutet, dass er nicht nachgedacht hat, sondern ihm ein Mentalfurz entwichen ist.
In der ÖVP hat man diesen Wunsch nicht wirklich goutiert. Obwohl – bei Todesstrafe durch Erschießen würde sich Platter so manche Jagdeinladung ersparen. Als Bodenseer realisierte, dass der Gegenwind zu heftig wird, ruderte er zurück und faselte etwas von privater Meinung und so. Aber ganz los ließ ihn das Thema nicht. Kurze Zeit später machte er noch einen Verteidigungsversuch. Um die Legitimation der Tötung durch die Staatsgewalt zu untermauern, philosophierte er vor Journalisten: „Außerdem heißt es ja 'Du sollst nicht töten' und nicht 'Du darfst nicht töten'.“
In der Koalition scheint wieder ein Streit über die Einführung der Erbschafts- bzw. Schenkungssteuer entbrannt zu sein. Während die SPÖ nach wie vor auf diese Einnahmequelle nicht verzichten will, wehren sich die Schwarzen beinahe hysterisch dagegen. Johannes Rauch erklärte, warum. Eine Erbschaftssteuer würde auch die Einkommen reduzieren: „Das wäre eine weitere Belastung von Familien und Mittelstand.“ Dann legte Rauch noch ein wenig nach: „Man muss offenbar Eigentum vor zwei Gruppen schützen: Das sind erstens die Sozialisten und zweitens kriminelle Ostbanden.“
Vergleicht man nun den Todesstrafen-Furz mit der Sozialisten-Ostbanden-Wuchtl, so drängt sich der Verdacht auf, dass VP-intern ein Wettkampf läuft. Die Volkspartei sucht den Superdolm. Es ist schon verblüffend, was bei den Schwarzen so herumkreucht und fleucht. Entweder sind die Typen absolut intelligenzbefreit, korrupt oder beides.

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