Karin Hakl führte bis vor wenigen Tagen außerhalb Tirols eher ein Mauerblümchendasein. Das änderte sich schlagartig als publik wurde, dass ihr Nationalratswahlkampf 2008 von Peter Hocheggers Firma Valora mit 20.000 Euro unterstützt wurde. Im Interview wies Hakl in bewährter VP-Manier sämtliche Vorwürfe von sich. Sie war Spitzenkandidatin und um den schnöden Mammon hat sie sich nicht gekümmert.
Das ist ja das Eigenartige, und zwar bei jeder in Korruptionsvorwürfe verwickelten Partei. Kein Schwein hat sich je um die Finanzen gekümmert. Das Geld war halt plötzlich da. Das nahm man mehr oder wenig überrascht – abhängig von der Höhe des Betrages – zur Kenntnis, dankte klammheimlich dem Christkind oder dem Osterhasen (saisonabhängig) für die Spende und das war es auch schon.
Hakl hat das Pech, dass Spindelegger, der die ÖVP zurzeit in einer schwierigen Phase sieht, krampfhaft versucht, ein Saubermann-Image aufzubauen. Man kann jetzt schon Wetten abschließen, wann sie zurückgetreten wird.

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