Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Markus Beyrer führte in dieser Funktion ein recht illustres Leben. Vom Jägerball bis zum Promi-Schaulaufen beim Hahnenkamm Rennen in Kitzbühel, Jagden bei Alfons Mensdorff-Poilly bis hin zum exklusiven Abendessen mit Vizekanzler Wilhelm Molterer, der nicht von seiner Frau sondern von Reinhard Gerer bekocht wurde. Als Generalsekret der IV tauchte Beyrer auf zahlreichen Einladungslisten der früheren Telekomspitze auf – als Gast des damaligen Telekom-Chefs Rudolf Fischer, der in der Causa als Beschuldigter geführt wird.

Im Gegenzug – eine Hand wäscht bekanntlich die andere – hat Beyrer etwa Protestmails der Telekom-Belegschaft an die Industriellenvereinigung postwendend an die Telekomchefs weitergeleitet. So eine Art Stasi-light im Dienste der Telekom.

Nun ist Beyrer ÖIAG-Chef und Aufsichtsrats-Vorsitzender der Telekom und soll in dieser Funktion für die vollständige Aufklärung der Korruptionsaffäre sorgen. Gestern hat er noch selbst die Hand aufgehalten, heute spielt er Indiana Jones auf der Suche nach den verlorenen Millionen.

Aber nein, nicht doch, da will uns ganz sicher niemand verarschen.