Gott sei Dank verebben langsam die Fragen nach dem Urlaub. Nein, er war nicht zu kurz. Zwei Wochen sind ideal. Und ein Superwetter hatte ich. Vorausgesetzt, man liebt unkontrollierte UV-Bestrahlung mit der Hoffnung auf ein Melanom. Da ich weder Hautkrebs als erstrebenswert betrachte, noch Backofenhitze besonders schätze, war für mich das Wetter nur suboptimal.
Vergangenen Freitag streikte sogar zeitweise die Grafikkarte meines PCs. Ich beneidete die Einwohner Spitzbergens, die sich an frischen acht Grad über null erfreuen konnten. Wetterbedingt waren meine Urlaubsaktivitäten eher eingeschränkt und spielten sich fast ausnahmslos in den frühen Morgenstunden ab. Ich war aber nicht der Einzige, der kurz nach fünf Uhr am Morgen die Donaupromenade entlang hirschte. Tagsüber reduzierte ich dafür das Bewegungsausmaß auf das Allernotwendigste. Und sogar da schwitzte ich wie verrückt. Es ist schon erstaunlich, wo überall aus dem Körper Flüssigkeit austritt. Ich dachte schon, ich sei leck geschlagen.
Da sich der Sommer in absehbarer Zeit verabschiedet ist zu hoffen, dass die Temperatur endlich auf ein erträgliches Maß zurückgeht. Erst dann werde ich mich wieder über die Dummheit und Dreistigkeit unserer Politiker, die über den Sommer nichts an Intensität verloren haben, echauffieren.

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